Wohnen im Park
Die behutsame Sanierung des im englischen Stil erbauten Wohnhauses legte die Qualitäten der vorhandenen Materialien wieder frei. Das Holzparkett wurde aufgearbeitet, geschliffen und geölt. Die Küche wurde erneuert, während die Granitarbeitsplatte unverändert wiederverwendet wurde. Die grünen Keramikplatten nehmen Bezug auf den historischen Kachelofen im Esszimmer und interpretieren dessen Materialität neu.


Aus dem Hügel gestampft
Das eingeschossige Künstleratelier ist komplett aus massiven Stampflehmwände gebaut.



Das Atelier wird primär als Arbeitsraum der Künstlerin genutzt. Darüber hinaus dient es zwei Musikern als Proberaum und gelegentlich als Ort für Konzerte. Ein Unternehmen verwendet die Räumlichkeiten für Seminare und Workshops. Zeitweise wird das Atelier auch von weiteren Kunstschaffenden als Ausstellungsraum bespielt. Die räumliche Flexibilität ermöglicht eine Vielzahl unterschiedlicher Nutzungen.

Geschwungen in den Kräutergarten
Das Familienhaus in der Provence wurde grundlegened modernisiert. Die neue Küche wurde um das bestehende Keramik-Wandbild organisiert. Im Gartengeschoss wurde die ehemalige Garage räumlich neu mit Lehmsteinwände zu einem Gästebereich organisiert.

Der Stampflehmbau hat eine lange, aber oft vergessene Tradition in der Schweiz. Seit 1650 werden hierzulande Stampflehmbauten errichtet. Lehm ist im schweizerischen Mittelland reichlich vorhanden, was durch die vielen Ziegelhütten belegt wird. Besonders im aktuellen Diskurs über die Bauwende kann Lehm als ressourcenschonendes und lokal verfügbares Material betrachtet werden. Es ist energiearm in der Verarbeitung und beim Recycling und sorgt für ein ausgezeichnetes Innenraumklima. Somit kann er eine Lösung zur Erreichung von Netto-Null darstellen. Diese Publikation spannt den Bogen von den ersten Stampflehmbauten in der Ostschweiz bis hin zum zeitgenössischen Stampflehmbau und gibt Einblicke in verschiedene Themenbereiche. Dieses wird durch den Case Study des Atelier aha illustriert.
Stampflehmbau
in
der
schweiz

Stampflehmbau in der Schweiz, Case study atelier aha
ISBN 978-3-9526028-0-5

Freie sicht aufs
Mittelmeer*
Das Kellergeschoss wurde grundlegend neu interpretiert. Anstelle einer Abfolge untergeordneter Räume entstand ein grosszügiger Wohnbereich, der sich vollständig zum Garten öffnet. Kochen, Essen und geselliges Zusammensein bilden hier das neue Zentrum des Hauses und schaffen einen fliessenden Übergang zwischen Innen- und Aussenraum. Die vertikale Erschliessung wurde über alle drei Geschosse hinweg neu organisiert. Sichtbezüge und Lichtdurchlässigkeit verbinden die Ebenen miteinander und verleihen dem Haus eine neue räumliche Kontinuität. Der Eingangsbereich wurde von strukturiert und von EInbauten befreit und empfängt BewohnerInnen und Gäste willkommen. Prägnante Nassräume setzen auf jedem Geschoss eigenständige farbliche Akzente und verleihen den alltäglichen Funktionen eine besondere räumliche Identität.
* Gezielte Eingriffe rahmen neue Ausblicke und machen die wechselnden Licht- und Farbstimmungen des Lac de Neuchâtel auf allen Ebenen des Hauses erlebbar. An klaren Tagen reicht der Blick bis … in die Berner Alpen.
Mit dem Stampflehmprojekt Atelier aha durften wir bereits mehrere Preise und Anerkennungen entgegennehmen. Es erfüllt uns mit Freude, dass auch eine breitere Öffentlichkeit in der Schweiz durch unser Lehm-Projekt einen Einblick in die Welt der zeitgenössischen Lehmbauten erhält. Das zeigt, dass sich auch in der Schweiz immer mehr Menschen für das Baumaterial Stampflehm und im Allgemeinen für Lehm interessieren.


Rum zum spiele
Wettbewerbsbeitrag für einen Kindergarten und Hort in Männedorf, Engere Auswahl, Zusammen mit Localarchitecture
1+1=3
Wettbewerbsvorschlag für den Campus der Rudolf Steiner Schule in Zürich. In Zusammenarbeit mit Localarchitecture.


